Beschreibung
BHILAR PHINCA SAN JULIAN 2018 – Etérea Kripan
BHILAR PHINCA SAN JULIAN 2018 – Etérea Kripan
Ein geretteter Weinberg. Ein Stück lebendige Rioja-Geschichte.
San Julian wurde 2015 entdeckt – und beinahe verloren.
Es war Mai, die Reben noch ungeschnitten. Ein stilles Warnsignal. Die damaligen Eigentümer planten, den über hundert Jahre alten Weinberg zu roden, um auf leichter zugänglichem Gelände neu zu pflanzen.
Was sie zurücklassen wollten, war alles andere als gewöhnlich.
Phinca San Julian liegt auf einer steilen Schlucht, deren schmale Terrassen den natürlichen Linien des Geländes folgen. Mechanisierung ist hier unmöglich. Jeder Rebstock steht einzeln gestützt, gepflanzt im engen Raster von 1,6 × 1,6 Metern. Nur Pferde können sich durch die Reihen bewegen – so wie früher. Genau das macht diesen Ort bewahrenswert.
Auf nur 0,6 Hektar findet sich eine außergewöhnliche Vielfalt:
über zehn Rebsorten, dazu mehr als 20 einheimische und Obstbäume, verteilt zwischen den Reben. Kalkhaltige, leicht sandige Böden, eine kühle Ostlage, geschützt vor der Nachmittagshitze. Ein Weinberg als lebendiges Archiv – ein Bild der Rioja Alavesa, wie sie einst war.
Mit dem letzten Teil ihres Ersparten entschied sich Melanie Hickman, diesen Ort zu retten. Biodynamisch bewirtschaftet, fernab moderner Einflüsse, wurde San Julian zu einem Rückzugsraum für Biodiversität – und zur Grundlage eines außergewöhnlichen Weins.
Phinca San Julian 2018 ist eine traditionelle, zugleich eigenständige Cuvée:
Tempranillo, Graciano, Cabernet Sauvignon, Viura.
Die Lese erfolgt frühmorgens von Hand. Ganze Trauben werden selektiert, einzelne Beeren zusätzlich geprüft. Vergoren wird spontan, in offenen 500-Liter-Holzfässern, mit Füßen eingemaischt, täglich sanft untergestoßen. Der Ausbau erfolgt zwei Jahre in neuen 225-Liter-Fässern aus französischer Eiche, inklusive natürlicher malolaktischer Gärung.
Im Glas zeigt sich Phinca San Julian 2018 trocken, strukturiert und tief.
Dunkle Frucht, kühle Spannung, feine Würze.
Ein Rotwein, der nicht poliert wirkt, sondern gewachsen.
ca. 1.324 Flaschen.
Ein Weinberg, der geblieben ist.
Und ein Wein, der davon erzählt.
Etérea Kripan
Biodynamische Weinberge in den Bergen von Kripan.
Etérea Kripan ist kein klassisches Weingut. Es ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung: für einen Ort, für Langsamkeit und für eine Form des Weinbaus, die auf Beziehung statt Kontrolle setzt.
Gegründet von Melanie Hickman, die ihr Leben nach Rioja Alavesa verlegte, steht etérea kripan für biodynamische Vitikultur, Biodiversität und einen respektvollen Umgang mit Landschaft und Lebewesen. Die Weinberge liegen hoch oben in den Bergen rund um Kripan und Elvillar, eingebettet in kühle Schluchten und kalkhaltige Böden, geprägt von Höhenlage, Licht und Wind.
Die Bewirtschaftung erfolgt biodynamisch und mit minimalem Eingriff. Breite, natürliche Begrünung zwischen den Reihen fördert ein lebendiges Ökosystem, Pferde übernehmen die Bodenarbeit, um Verdichtung zu vermeiden und die natürliche Struktur der Böden zu erhalten. Jede Parzelle wird als eigenständiges System verstanden – nicht als Produktionsfläche.
Die Weine entstehen in enger Zusammenarbeit mit David Sampedro in den Kellern von Bodegas Bhilar. Diese Verbindung bringt tiefes Ortswissen, Erfahrung und eine gemeinsame Haltung zusammen: regenerative Landwirtschaft, Geduld und die Überzeugung, dass große Weine im Weinberg entstehen.
Etérea Kripan versteht Wein als Ausdruck einer Beziehung – zwischen Mensch, Tier, Boden und Zeit. Die Weine sollen nicht erklären, sondern spürbar machen, woher sie kommen: aus Kalk, Höhe, Pflege und Stille.
Weine in Ehrfurcht vor der Natur.
Bodegas Bhilar
Alte Reben, karge Böden und ein kühles Klima, so betitelt David Sampedro Gil sein Projekt in El Villar, einem baskischen Bergdorf, in dem seit Jahrhunderten der Weinbau die Landschaft dominiert. Seit 1999, noch als Berater für diverse große Bodegas in der Rioja tätig, beschäftigt sich David mit den Ideen des Rudolf Steiners für eine biologisch-dynamische Landwirtschaft.
Ab 2007 kümmerte er sich um die zwischen 35 und 100 Jahre alten Rebflächen der Familie und seit 2012 entstanden die ersten eigenen (Garagen-) Weine. In 2014 wurde der Traktor durch ein Pferd ersetzt und 2016 entstand schließlich die „minimal-invasive“ Kellerei von David und seiner Frau Melanie. Hier lebt die Familie getreu dem „Chateau Prinzip“ mit ihren Kindern und Hunden nachhaltig und konsequent bis ins Detail die biodynamischen Leitlinien, eingebettet in die Landschaft. Keine Additive außer Schwefel. Neben seinem Engagement in der Rioja bewirtschaftet David zudem Rebflächen in der Navarra, Utiel-Requena, Sierra de Francia sowie Rias Baixas.


