Emilio Rojo gilt als „enfant terrible“ unter den spanischen Winzern. Ein Vigneron durch und durch bezeichnet er seinen Rebgarten als sein „Hauptquartier“. Dieser liegt in Ibedo im Tal des Río Avia unweit der Ortschaft Leiro, Die Weinberge im Tal gehörten vor der Säkularisierung zu San Clodio, einer nahegelegenen, ehemaligen Zisterzienserabtei. Nach einer Karriere als Ingenieur für Medizintechnik bei der Firma Siemens sowie einem Aufenthalt in London übernahm er 1987 den nur 1,2 Hektar großen Rebgarten der Familie seiner Frau Julia. Wegen der Reblaus Plage waren in Galizien die meisten Weinberge mit Palomino bepflanzt worden, Emilio entschied sich für die Neuanpflanzung hier heimischer Rebsorten wie hauptsächlich Treixadura (65%) sowie Lado, Albariño, Torrontes, Godello und der spätreifen Sorte Loureira. Die Pflanzen stehen dicht an dicht auf den sandigen Granit Böden seines Osthanges, der in dem oftmals schwülheißen Klima nicht der Nachmittagssonne ausgesetzt wird. So reifen seine Reben langsamer und der von ihm praktizierte Grünschnitt hat einen um die Hälfte niedrigeren Ertrag als ortsüblich zur Folge. Es vergeht kein Tag, an dem Emilio nicht von früh bis spät in seinem Weinberg arbeitet. Die Ernte zieht sich je nach Sorte und Reifegrad bis in den Oktober hin. Der Wein reift während des Winters auf der Feinhefe im Stahltank. Den Einsatz von Holz lehnt Emilio strikt ab. Weder geschönt noch stabilisiert oder gefiltert füllt er seinen Wein in dem winzigen Kellereigebäude seiner Familia in Arnoia im Frühjahr ab. Es ist ein absolutes Privileg, eine (zumeist winzige) Zuteilung seines Weines von Emilio zu erhalten, denn er gehört zu den besten und gesuchtesten Weißweinen Spaniens.

  • Arnoia

  • DO Ribeiro

  • Rebfläche 2ha

  • Böden Granit

  • Jahresproduktion ca. 4.000 Flaschen

  • WEISS

  • 2015

  • EMILIO ROJO